Wir alle wünschen uns wahrscheinlich Teams, die im Sinne unserer Organisationen und Sozialunternehmen vor neuen Ideen sprühen, die stark im Team sind und die Vision der sozialen Veränderung tatkräftig umsetzen und dabei möglichst vielfältige Perspektiven einbringen. Doch wie finden wir die “richtigen” Kolleg*innen? Wie können wir möglichst diverse und dabei stabile Teams zusammenstellen? Der Schlüssel dazu liegt oft am Anfang des Weges: in einem fairen und objektiven Bewerbungsprozess.
Gewusst wie? In diesem Kompetenzbuffet stellen wir uns die Frage, wie wir sicherstellen können, dass wir wirklich die besten Talente einladen – frei von unbewussten Vorurteilen (Unconscious Bias), die uns alle unweigerlich prägen. Sandra Zemke, Gründerin der Plattform anonyfy und Expertin für innovative und diskriminierungssensible Recruitingprozesse zeigt in ihrem Vortrag, wie anonyme und diversitätsorientierte Bewerbungsprozesse helfen, unbewusste Vorurteile zu reduzieren, Chancengleichheit zu fördern und Teams zukunftsfähig sowie innovativ aufzustellen. Basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zeigt Sandra Zemke, warum klassische Auswahlverfahren oft ungewollt Diskriminierung begünstigen und wie anonymisierte Verfahren dem entgegenwirken. Dabei werden sowohl die theoretischen Hintergründe beleuchtet, als auch ganz konkrete Praxiserfahrungen und Best Practices aus der Umsetzung vorgestellt, unter anderem am Beispiel der Plattform anonyfy.
Das Kompetenznetzwerk Chancengerechtigkeit ist ein Zusammenschluss von Bildung für alle e. V. (Freiburg), Kindersprachbrücke Jena e. V. (Jena), SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH (München), Ausbildung statt Abschiebung e. V. (Bonn) und dem Fachbereich Bildung und Integration der Stadt Cottbus. Mit freundlicher Unterstützung durch die DOHLE Stiftung.